Häufige Fragen
Finde Antworten auf die häufigsten Fragen zu Nettopolizzen, ETFs und unseren Services.
Was genau ist eine Nettopolizze?
Eine ETF-Nettopolizze ist eine fondsgebundene Lebensversicherung mit einer transparenten Nettotarif-Struktur. Der Versicherer legt die nach Versicherungssteuer und Tarifkosten verfügbare Prämie in den ausgewählten ETFs oder passiven Indexfonds an. Auf die Prämie fallen 4 % Versicherungssteuer an; bei einer Bruttoprämie von 100 € verbleiben nach retrograder Berechnung 96,15 € vor den weiteren Tarifkosten. Erträge und Fondswechsel werden beim Versicherungsnehmer nicht mit KESt erfasst. Bei passender Vertragsgestaltung bleibt auch die Kapitalauszahlung im typischen österreichischen Privatfall einkommensteuerfrei. Mehr dazu im Nettopolizze-Ratgeber.
Wie funktioniert eine Nettopolizze technisch?
Der Versicherer hält die dem Vertrag zugeordneten Fondsanlagen und berechnet daraus den Vertragswert. Du hast die vertraglichen Ansprüche aus der Lebensversicherung. Ausschüttungen und interne Fondswechsel werden nicht mit KESt besteuert. Bei österreichischen Versicherern werden die für die fondsgebundene Lebensversicherung vorgesehenen Vermögenswerte im gesetzlichen Deckungsstock geführt; bei EWR-Versicherern richtet sich die Absicherung nach dem Recht des Herkunftsstaats.
Worin liegt der Unterschied zu klassischen Lebensversicherungen?
Bei einer klassischen Lebensversicherung stehen garantierte Leistungen und Überschussbeteiligung stärker im Vordergrund. Bei der fondsgebundenen Nettopolizze richtet sich der Vertragswert nach der Entwicklung der gewählten Fonds; damit trägst du das Marktrisiko und nimmst an deren Wertentwicklung teil. Die Mindestleistung im Ablebensfall ist tarifabhängig und wird bei den verglichenen Vorsorgelösungen häufig schlank ausgestaltet, damit der langfristige Vermögensaufbau im Mittelpunkt steht.
Was unterscheidet eine Nettopolizze von einer Bruttopolizze?
Bei einer Bruttopolizze sind Abschluss- und Vertriebsprovisionen in der Prämie oder Tarifkalkulation enthalten und werden bei gezillmerten Tarifen vor allem in den ersten Jahren verrechnet. Zusätzlich können laufende Bestandsprovisionen anfallen. Bei den von uns vermittelten Nettotarifen fließen aus deiner Prämie weder Abschluss- noch Bestandsprovisionen an nettopolizze.at. Nach Versicherungssteuer und den transparent ausgewiesenen Tarifkosten wird die Prämie in die gewählte Fondsanlage investiert.
Welche Vorteile bietet eine Nettopolizze?
Die Nettopolizze verbindet eine transparente Kostenstruktur mit der fondsgebundenen Veranlagung. Aus deiner Prämie fließen keine Abschluss- oder Bestandsprovisionen an nettopolizze.at. Erträge, Ausschüttungen und Fondswechsel werden nicht mit KESt besteuert. Dadurch kann sich der Zinseszinseffekt langfristig stärker auswirken. Ob daraus ein höheres Endkapital als im Depot entsteht, berechnet unser Vergleich nach Kosten und Steuern.
Für wen eignet sich eine Nettopolizze?
Eine Nettopolizze eignet sich besonders für langfristige Anlageziele über 15, 20 oder mehr Jahre, sowohl als Sparplan als auch für Einmalanlagen. Wichtig sind ein ausreichender finanzieller Puffer, die passende ETF-Allokation und die Bereitschaft, Kursschwankungen auszuhalten. Für kurzfristig benötigtes Geld ist ein Depot oder Tagesgeldkonto meist flexibler. Über nettopolizze.at erfolgt der Abschluss nach den österreichischen Wohnsitz-, Steuer- und Annahmekriterien.
Kann eine Nettopolizze zur Kindervorsorge eingesetzt werden?
Ja. Eine Nettopolizze kann zur Kindervorsorge eingesetzt werden. Versicherungsnehmer, versicherte Person und bezugsberechtigte Person werden dabei passend zum gewünschten Ziel festgelegt. Die Verwaltung des Investments kann beim erwachsenen Versicherungsnehmer bleiben; für einen späteren Übergang zu Lebzeiten steht die Versicherungsnehmernachfolge zur Verfügung, für den Todesfall können Bezugsrechte vorgesehen werden. Bei minderjährigen Beteiligten müssen zusätzlich die gesetzlichen Vertretungs- und Genehmigungsregeln beachtet werden. Alle Details im Ratgeber zur Kindervorsorge.
Kann eine klassische Fondspolizze in eine ETF-Nettopolizze umgewandelt werden?
Nein. Eine bestehende Fondspolizze wird nicht allein durch einen Fondswechsel zur Nettopolizze, weil die Vergütungs- und Kostenstruktur des ursprünglichen Tarifs bestehen bleibt. Sind im Altvertrag ETFs verfügbar, können sie je nach Tarif eingesetzt werden. Für die Entscheidung zwischen Fortführung und Neuabschluss muss der Rückkaufswert, die bereits verrechneten Kosten, die künftigen Kosten und die steuerlichen Folgen betrachtet werden.
Nettopolice vs. Nettopolizze – gibt es einen Unterschied?
„Nettopolice“ und „Nettopolizze“ bezeichnen dasselbe Grundmodell; in Österreich ist die Schreibweise „Polizze“ üblich. Gemeint ist bei uns eine fondsgebundene Lebensversicherung als Nettotarif: Aus der Versicherungsprämie fließen keine Abschluss- oder Bestandsprovisionen an nettopolizze.at. Unsere Leistung wird über eine separat ausgewiesene Servicepauschale vergütet.
Was genau ist ein ETF?
Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Fonds, der einen definierten Index nachbildet. Ein ETF auf den MSCI World investiert beispielsweise breit gestreut in mehr als 1.500 Unternehmen. Dadurch kannst du kosteneffizient und diversifiziert investieren.
Was ist der Unterschied zwischen einem ETF und einem aktiven Fonds?
Ein aktiver Fonds wird von einem Fondsmanagement gesteuert, das durch Käufe und Verkäufe eine bessere Wertentwicklung als der Markt anstrebt. Dafür fallen typischerweise höhere Kosten von etwa 1,5 bis 2,5 % pro Jahr an. Ein passiver ETF bildet seinen Index möglichst genau nach und kostet häufig rund 0,2 % pro Jahr. Weil die Kosten direkt auf die Rendite wirken, bieten breit gestreute ETFs einen strukturellen Kostenvorteil. Die konkreten Kosten stehen im Factsheet des jeweiligen Fonds.
Thesaurierender oder ausschüttender ETF – was ist in Österreich besser?
Bei einer direkten Depotanlage werden ausschüttende und thesaurierende Fonds nach denselben österreichischen Fondsbesteuerungsregeln behandelt. Bei Meldefonds werden 60 % der fondsintern realisierten Substanzgewinne als Teil der ausschüttungsgleichen Erträge laufend steuerlich erfasst; die restlichen 40 % wirken sich bei der späteren Veräußerung der Anteile aus. Die Besteuerung hängt daher nicht allein davon ab, ob der ETF ausschüttet oder thesauriert. Bei einer fondsgebundenen Lebensversicherung fällt auf Ausschüttungen und ausschüttungsgleiche Erträge keine KESt an.
Kann ich jeden ETF in einer Nettopolizze kaufen?
Die verfügbaren ETFs und passiven Indexfonds ergeben sich aus der Fondsliste des jeweiligen Versicherers. Zur Auswahl stehen breit diversifizierte, kosteneffiziente Lösungen, etwa von iShares, Vanguard oder Dimensional. Unser Vergleich prüft die passenden Tarife für deine Fondsauswahl und reiht sie nach dem berechneten Endkapital.
Kann ich mehrere ETF gleichzeitig besparen?
Ja. Du kannst mehrere passive ETFs oder Indexfonds kombinieren, zum Beispiel einen MSCI-World-ETF mit einem Emerging-Markets-ETF. Die gewünschte Gewichtung legst du innerhalb der angebotenen Fondsauswahl fest und kannst sie später anpassen, ohne Steuern auf Gewinne zahlen zu müssen.
Ist ein Rebalancing in der Nettopolizze möglich?
Ja. Beim Rebalancing werden die Fonds im Versicherungsvertrag umgeschichtet. Diese Fondswechsel lösen beim Versicherungsnehmer keine KESt aus. Im direkten Depot kann der Verkauf von Anteilen dagegen einen steuerpflichtigen Veräußerungsgewinn auslösen. Dadurch bleibt beim Rebalancing mehr Kapital zur Wiederveranlagung im Vertrag.
Wie sicher sind ETF?
ETF-Vermögen ist bei einer direkten Fondsanlage vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt. Das schützt die Fondsanteile bei einer Insolvenz der Verwaltungsgesellschaft. Das Marktrisiko bleibt: Der Wert eines ETF kann schwanken und auch deutlich fallen. Die breite Streuung eines weltweiten Index reduziert das Risiko, dass der Ausfall eines einzelnen Unternehmens das gesamte Investment trifft.
Was passiert, wenn ein ETF aufgelöst wird?
Wird ein ETF aufgelöst oder aus der Fondsliste genommen, informiert der Versicherer über das weitere Vorgehen. Du kannst dann einen anderen verfügbaren ETF oder Indexfonds für deine Anlagestrategie wählen. Der Wechsel löst beim Versicherungsnehmer keine KESt aus.
Welche Steuern fallen bei einer Nettopolizze an?
Auf die Prämie einer fondsgebundenen Lebensversicherung fallen grundsätzlich 4 % Versicherungssteuer an. Bei einer Bruttoprämie von 100 € ergibt die retrograde Berechnung 96,15 € Prämie vor weiteren Tarifkosten und 3,85 € Versicherungssteuer. Kursgewinne, Ausschüttungen und Fondswechsel werden nie mit 27,5 % KESt besteuert. Wird die Polizze vor Ablauf der maßgeblichen Mindestlaufzeit zurückgekauft (gekündigt), kann auf die gezahlten Prämien nachträglich eine weitere Versicherungssteuer von 7 % anfallen; insgesamt sind das dann 11 % statt 4 % (Nachversteuerung). Bei einer passend gestalteten langfristigen Polizze bleibt die Kapitalleistung im typischen österreichischen Privatfall auch einkommensteuerfrei. Alle Details erklärt unser Ratgeber zum Steuervorteil.
Muss ich die Gewinne der Nettopolizze in der Steuererklärung angeben?
Im typischen österreichischen Privatfall musst du die laufenden Wertsteigerungen, Ausschüttungen und Fondswechsel deiner Nettopolizze nicht jährlich in der Einkommensteuererklärung angeben. Eine Erklärungspflicht kann entstehen, wenn die Vertragsgestaltung die Voraussetzungen für steuerpflichtige Einkünfte erfüllt, bei einer ausländischen Steueransässigkeit oder bei besonderen betrieblichen und persönlichen Konstellationen.
Was ist eine Nachversteuerung?
Bei Lebensversicherungen können zwei verschiedene Steuerfolgen auftreten. Nach dem Versicherungssteuergesetz kann das bereits gezahlte Versicherungsentgelt nachträglich mit weiteren 7 % belastet werden, etwa bei einem steuerlich schädlichen frühen Rückkauf oder einer entsprechenden Vertragsänderung. Davon getrennt kann der Unterschied zwischen Prämien und Versicherungsleistung als Kapitaleinkunft einkommensteuerpflichtig sein, wenn die Voraussetzungen des Einkommensteuergesetzes erfüllt sind. Beide Folgen werden daher getrennt geprüft.
Wann tritt eine Nachversteuerung bei einem Sparplan auf?
Grundsätzlich kann eine Nachversteuerung bei einem reinen Sparplan nicht auftreten. Allerdings ist in den ersten drei Jahren auf eine laufende, im Wesentlichen gleichbleibende Prämienzahlung zu achten. Eine Herabsetzung um mehr als 50 % wird wie eine Prämienfreistellung behandelt. Dauert die Prämienfreistellung innerhalb dieser ersten drei Jahre länger als ein Jahr, kann der Vertrag nachträglich als Quasi-Einmalerlag umqualifiziert werden. Es gelten dann die Bedingungen eines Einmalerlags. Eine allgemeine steuerliche Obergrenze von plus 100 % für die Erhöhung der Sparrate besteht nicht.
Wann tritt eine Nachversteuerung bei einem Einmal-Investment auf?
Bei einem Einmal-Investment kann ein Rückkauf (Kündigung) vor Ablauf der maßgeblichen Frist zusätzliche Versicherungssteuer von 7 % auf die geleisteten Prämien auslösen. Die Frist beträgt 15 Jahre. Sie verkürzt sich auf zehn Jahre, wenn der Versicherungsnehmer und sämtliche versicherten Personen bei Vertragsabschluss jeweils das 50. Lebensjahr vollendet haben. Für die Beurteilung zählen Vertragsbeginn, ursprüngliche Vertragsgestaltung und der konkrete Auszahlungszeitpunkt.
Was ist eine Novation und wie wirkt sie sich steuerlich aus?
Bei fondsgebundenen Lebensversicherungen kann eine nachträgliche Aufstockung für die Versicherungssteuer wie der Abschluss eines zusätzlichen neuen Vertrags behandelt werden. Das ist nach § 5 Abs 6 VersStG der Fall, wenn die maßgebliche ursprüngliche Versicherungssumme durch zusätzliche Zahlungen, die nicht Teil der ursprünglich vereinbarten laufenden Prämienzahlung sind, auf insgesamt mehr als das Zweifache erhöht wird. Steuerlich wird der betreffende Erhöhungsbetrag gesondert als neuer Vertrag beurteilt. Wird die Grenze erst durch mehrere Aufstockungen überschritten, kann für die vorangegangenen Aufstockungen zusätzlich eine Versicherungssteuer von 7 % anfallen. Eine Novation wird von den Versicherungen meistens systemseitig unterbunden.
Gilt die Steuerfreiheit auch für Dividenden während der Laufzeit?
Ja. Ausschüttungen und andere Fondserträge werden im Vertrag wiederveranlagt und nicht mit KESt besteuert. Auch ausschüttungsgleiche Erträge des Fonds werden dem Versicherungsnehmer nicht unmittelbar zugerechnet. Dadurch bleibt der im Vertrag verfügbare Betrag für die weitere Veranlagung erhalten.
Wie funktioniert die steuerfreie Auszahlung?
Bei einer passend gestalteten langfristigen Polizze ist die Kapitalauszahlung am Ende der Laufzeit im typischen österreichischen Privatfall steuerfrei. Die planmäßige Ablaufleistung ist kein Rückkauf und löst deshalb für sich allein keine zusätzliche Versicherungssteuer aus. Du kannst dir das Kapital bei Vertragsende auf einmal auszahlen lassen oder es vor dem Ablauf der Laufzeit über Entnahmen gestaffelt beziehen. Wird das Kapital als lebenslange Rente ausgezahlt, sind die Zahlungen nach Überschreiten des steuerlichen Rentenbarwerts als wiederkehrende Bezüge steuerpflichtig. Das gilt unabhängig davon, ob der Vertrag mit laufenden Prämien oder mit einem Einmalerlag finanziert wurde.
Was gilt steuerlich bei vorzeitigen Entnahmen?
Hier kommt es auf die Vertragsart und die Art der Auszahlung an. Bei einem reinen Sparplan mit laufender, im Wesentlichen gleichbleibender Prämienzahlung lösen weder ein Rückkauf noch Teilauszahlungen zusätzliche Steuern aus. Beim Einmalerlag kann ein Rückkauf vor Ablauf der Mindestlaufzeit die zusätzliche Versicherungssteuer von 7 % auslösen; für vertraglich vorgesehene Teilauszahlungen gilt dort zusätzlich eine kumulierte Grenze von 25 % der ursprünglichen Versicherungssumme. Wird sie vor Ablauf der Mindestlaufzeit überschritten, werden die Auszahlungen versicherungssteuerlich wie ein Rückkauf behandelt und sämtliche Auszahlungen aus dem Vertrag können zusätzlich einkommensteuerpflichtig werden. Ist keine feste Versicherungssumme ausgewiesen, gilt die vereinbarte Einmalprämie als Bezugsgröße, bei einer Kombination aus Startkapital und Sparplan die Summe beider Bestandteile.
Was gilt steuerlich, wenn ich Sparplan und Einmalerlag kombiniere?
Wird bereits bei Vertragsabschluss neben dem Sparplan ein Startkapital oder Einmalerlag vereinbart, gilt der Vertrag steuerlich als Vertrag ohne ausschließlich laufende, im Wesentlichen gleichbleibende Prämien (Quasi-Einmalerlag). Damit gelten für einen frühen Rückkauf die Fristen von 15 Jahren beziehungsweise zehn Jahren bei Vollendung des 50. Lebensjahres durch Versicherungsnehmer und sämtliche versicherten Personen. Die Drei-Jahres-Regel eines reinen Sparplans ist auf diese Kombination nicht übertragbar.
Was passiert, wenn ich meinen steuerlichen Lebensmittelpunkt aus Österreich weg verlagere?
Bei einem Wegzug aus Österreich meldest du dem Versicherer deine neue Adresse und steuerliche Ansässigkeit. Ab diesem Zeitpunkt können das Steuerrecht des Zuzugslandes, Doppelbesteuerungsabkommen und die dortigen Meldepflichten maßgeblich werden. Vor dem Wegzug empfiehlt sich deshalb eine steuerliche Prüfung im Zielland.
Welche laufenden Kosten entstehen bei Nettopolizzen?
Je nach Versicherer liegen die laufenden Verwaltungskosten der verglichenen Nettopolizzen typischerweise zwischen 0,10 % und 1,00 % pro Jahr. Die Berechnungsbasis kann der Vertragswert, die Prämie oder ein Fixbetrag sein. Hinzu kommen die Risikokosten und die internen Kosten der gewählten ETFs oder Indexfonds. Unser Vergleich bildet die Kosten des konkreten Tarifs ab und berechnet ihre Wirkung auf das Endkapital.
Welche Provisionen entstehen bei einer Nettopolizze?
Aus deiner Versicherungsprämie fließen bei den von uns vermittelten Nettotarifen keine Abschluss- oder Bestandsprovisionen an nettopolizze.at. Du zahlst stattdessen die ausgewiesene einmalige Servicepauschale. Im Vertrag bleiben die transparent ausgewiesenen Verwaltungs- und Risikokosten des Versicherers sowie die internen Fondskosten bestehen.
Was sind Risikokosten?
Risikokosten finanzieren die im Vertrag vereinbarte Leistung im Todesfall. Bei vielen von uns verglichenen Tarifen beträgt die Todesfallleistung 105 % des Fonds- oder Vertragswerts; die genaue Ausgestaltung ergibt sich aus dem jeweiligen Tarif. Die dafür anfallenden Risikokosten werden laufend dem Vertragsguthaben entnommen und im Vergleich berücksichtigt.
Was bedeutet Zillmerung?
Bei der Zillmerung werden Abschluss- und Vertriebskosten eines Bruttotarifs früh im Vertragsverlauf mit den Prämien verrechnet. Dadurch baut sich in den ersten Jahren weniger Vertragsguthaben auf. Bei den von uns vermittelten Nettotarifen wird aus deiner Prämie keine Vermittlerprovision an uns verrechnet; die übrigen Versicherungs-, Risiko- und Fondskosten bleiben im Tarif transparent ausgewiesen.
Was ist der Unterschied zwischen Alpha-, Beta- und Gamma-Kosten?
Alpha-, Beta- und Gamma-Kosten sind gebräuchliche Bezeichnungen für unterschiedliche Kostenblöcke. Alpha-Kosten bezeichnen einmalige Abschluss- und Vertriebskosten, die bei Bruttotarifen häufig über die ersten Jahre verteilt werden. Beta-Kosten sind laufende Verwaltungs- und Vertragskosten. Gamma-Kosten sind die internen Fondskosten, meist als TER ausgewiesen. Bei den über nettopolizze.at vermittelten Nettotarifen fließen aus deiner Prämie keine Abschluss- oder Bestandsprovisionen an uns.
Was ist die Zinsminderung (RiY) und warum ist sie so wichtig?
Die Renditeminderung (Reduction in Yield, RiY) zeigt im Basisinformationsblatt, um wie viele Prozentpunkte die angenommene jährliche Rendite durch alle berücksichtigten Kosten und Steuern sinkt. Darin fließen je nach Produkt unter anderem Versicherungs-, Risiko- und Fondskosten sowie die Wirkung der Versicherungssteuer ein. Bei 8 % angenommener Bruttorendite und einer RiY von 0,62 Prozentpunkten verbleiben modellhaft rund 7,38 % pro Jahr. Maßgeblich sind immer der im Dokument genannte Zeitraum und das dort verwendete Szenario. Wie sich die Kosten im Detail zusammensetzen, zeigt der Kosten-Ratgeber.
Wieso sollte ich ETF nicht einfach im Wertpapierdepot kaufen?
Im direkten Wertpapierdepot werden Ausschüttungen, ausschüttungsgleiche Erträge und realisierte Kursgewinne nach den österreichischen Steuerregeln grundsätzlich mit 27,5 % KESt erfasst. Bei einer Nettopolizze fällt auf diese Erträge keine KESt an. Auf die Versicherungsprämie fallen dafür 4 % Versicherungssteuer an. Ob Depot oder Nettopolizze wirtschaftlich besser ist, zeigt der Vergleich aus Kosten, Steuern, Laufzeit und angenommener Wertentwicklung.
Können ETFs vom Depot in eine Nettopolizze übertragen werden?
Ein direkter Übertrag bestehender ETF-Anteile in die von uns vermittelten Nettopolizzen ist nicht vorgesehen. Die Anteile werden daher im Depot verkauft; dabei kann auf einen Veräußerungsgewinn KESt anfallen. Anschließend kann der verfügbare Geldbetrag als Prämie in die Nettopolizze eingezahlt werden.
Ab wann lohnt sich die Nettopolizze gegenüber dem Depot?
In unserer Modellrechnung wird der Break-even gegenüber einem direkt besteuerten ETF-Depot je nach Kosten, Laufzeit und Marktentwicklung häufig nach etwa drei bis sieben Jahren erreicht. Bei Aktien-ETFs kompensiert der Vorteil der KESt-freien Wiederveranlagung die anfängliche Versicherungssteuer in der Modellrechnung ab rund 18 % kumulierter Marktrendite. Das ist eine Rechengröße und keine Renditeprognose; dein persönliches Ergebnis berechnet der Vergleich mit deinen Eingaben.
Sind Nettopolizzen teurer als Depots?
Die Produkt- und Verwaltungskosten einer Nettopolizze sind häufig höher als die Kosten eines günstigen Online-Depots. Dafür werden Erträge und Fondswechsel nicht mit KESt belastet. Bei langfristigen Investments kann dieser Steuervorteil die höheren Produktkosten übersteigen und zu einem höheren Endkapital nach Kosten und Steuern führen. Entscheidend ist die konkrete Gesamtberechnung.
Welche Vorteile bieten Depots gegenüber Nettopolizzen?
Ein Depot eignet sich besonders für kurz- und mittelfristig benötigtes Vermögen, Geldmarktanlagen, Einzeltitel und eine sehr freie Wertpapierauswahl. Es lässt sich außerdem ohne versicherungsvertragliche Rahmenbedingungen verwalten. Für viele Anleger erfüllen Depot und Nettopolizze unterschiedliche Aufgaben und können deshalb sinnvoll kombiniert werden.
Was geschieht im Insolvenzfall der Versicherung?
Bei einem österreichischen Versicherer werden die für die Lebensversicherung vorgesehenen Vermögenswerte in einem gesonderten Deckungsstock geführt. Im Insolvenzfall bildet der Deckungsstock eine Sondermasse. Die davon erfassten Versicherungsforderungen werden nach den gesetzlichen Rangregeln aus dieser Sondermasse befriedigt; die Einhaltung der Deckungsstockvorschriften wird beaufsichtigt und durch einen Treuhänder kontrolliert. Bei einem Versicherer aus einem anderen EWR-Staat gilt das Insolvenz- und Sicherungssystem seines Herkunftsstaats. Ausführlich im Ratgeber zur Insolvenz-Sicherheit.
Was geschieht im Insolvenzfall von nettopolizze.at?
Deine Polizze besteht unmittelbar zwischen dir und dem Versicherer. Die Prämien fließen direkt an den Versicherer; nettopolizze.at verwahrt kein Kundengeld. Eine Insolvenz von nettopolizze.at ändert daher weder den Bestand des Versicherungsvertrags noch die beim Versicherer geführten Vertragswerte. Die weitere Vertragsverwaltung erfolgt dann unmittelbar mit dem Versicherer oder einem dafür zuständigen Rechtsnachfolger.
Ist eine Nettopolizze sicherer als ein Bankkonto?
Bankkonto und Nettopolizze nutzen unterschiedliche Schutzsysteme. Bankeinlagen sind grundsätzlich bis 100.000 € je Einleger und Institut gesichert. Bei einem österreichischen Lebensversicherer werden die erfassten Ansprüche über den Deckungsstock und dessen Stellung als Sondermasse geschützt; dafür gibt es keine pauschale Grenze von 100.000 €. Die Höhe der Versicherungsleistung hängt jedoch weiterhin vom Vertragswert und damit bei einer fondsgebundenen Polizze von der Wertentwicklung der Fonds ab.
Was geschieht im Todesfall?
Du kannst im Versicherungsvertrag eine bezugsberechtigte Person für den Todesfall bestimmen. Bei einem widerruflichen Bezugsrecht kannst du diese Person grundsätzlich später ändern. Besteht beim Tod ein wirksames Bezugsrecht, erhält die begünstigte Person die Versicherungsleistung unmittelbar nach den Vertragsbedingungen. Ohne wirksame Bezugsberechtigung fällt der Anspruch in die Verlassenschaft und wird nach dem Erbrecht behandelt.
Wer kontrolliert, ob die Versicherung mein Geld wirklich trennt?
Österreichische Versicherer unterliegen der Aufsicht der Finanzmarktaufsicht. Für den Deckungsstock gelten gesetzliche Anlage-, Zuordnungs- und Dokumentationsregeln. Zusätzlich überwacht ein unabhängiger Treuhänder die vorgeschriebenen Vorgänge und Bestätigungen. Bei einem Versicherer aus einem anderen EWR-Staat liegt die Aufsicht grundsätzlich bei der Behörde seines Herkunftsstaats.
Wie sicher sind meine Daten bei nettopolizze.at?
Deine Daten werden bei der Übertragung und Speicherung durchgängig verschlüsselt. Zugriffe folgen dem Need-to-know-Prinzip und die Systeme werden regelmäßig auf Sicherheitsrisiken geprüft. Die Verarbeitung erfolgt nach der DSGVO und dem österreichischen Datenschutzrecht. Identitäts- und Prüfdaten werden außerdem verarbeitet, soweit dies für den Vertragsabschluss sowie für die gesetzlichen Vorgaben zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung erforderlich ist.
Welche Laufzeit ist bei Nettopolizzen sinnvoll?
Die sinnvolle Laufzeit richtet sich nach Anlageziel, geplanter Sparphase und gewünschter Entnahmeart. Grundsätzlich empfehlen wir eine möglichst lange Laufzeit: Nach Ablauf der Mindestlaufzeit kannst du den Vertrag jederzeit ohne steuerliche Nachteile beenden, eine lange Laufzeit kostet dich also nichts an Flexibilität. Weil das Kapital am Vertragsende auf einen Schlag ausgezahlt wird, sollte auch die Entnahmephase noch innerhalb der Laufzeit Platz haben. Entnahmen sind dabei nach den Bedingungen des gewählten Tarifs bis zum Laufzeitende möglich. Unser Vergleich berücksichtigt Kosten und mögliche Gebühren bei einer vorzeitigen Beendigung, damit die Auswirkungen auf das Endkapital sichtbar sind.
Kann ich meinen Sparplan in der Nettopolizze anpassen?
Ja. Die laufende Prämie kannst du nach den Bedingungen des gewählten Tarifs anpassen. Versicherungssteuerlich kommt es auf die ersten drei Jahre an: Dort wird eine Herabsetzung um mehr als 50 % wie eine Prämienfreistellung behandelt; dauert sie länger als ein Jahr, kann der Vertrag nachträglich als Quasi-Einmalerlag umqualifiziert werden. Es gelten dann die Bedingungen eines Einmalerlags. Eine allgemeine steuerliche Grenze von plus 100 % für die Erhöhung einer laufenden Prämie besteht nicht. Zuzahlungen und Änderungen der Versicherungssumme werden gesondert beurteilt.
Kann ich meinen Sparplan in der Nettopolizze stoppen?
Ja. Eine Prämienfreistellung ist bei den verglichenen Tarifen in der Regel jederzeit und kostenlos möglich. Versicherungssteuerlich sollte sie in den ersten drei Jahren allerdings nicht länger als ein Jahr dauern. Auch eine Herabsetzung der laufenden Prämie um mehr als 50 % zählt dabei als Prämienfreistellung. Dauert sie länger, kann der Vertrag nachträglich als Quasi-Einmalerlag umqualifiziert werden. Es gelten dann die Bedingungen eines Einmalerlags. Die tariflichen Mindestwerte und weiterlaufenden Kosten bleiben zu beachten.
Kann das Kapital über einen längeren Zeitraum entnommen werden?
Ja. Nettopolizzen ermöglichen je nach Tarif regelmäßige Entnahmen über vertraglich vorgesehene Teilauszahlungen. Damit lässt sich etwa eine flexible Ergänzung zur gesetzlichen Pension gestalten. Bei einem reinen Sparplan sind solche Entnahmen steuerlich unproblematisch; bei einem Einmalerlag ist innerhalb der Mindestlaufzeit die Grenze von 25 % der ursprünglichen Versicherungssumme zu beachten. Eine individuelle Entnahmestrategie ist in den meisten Fällen wirtschaftlich attraktiver als die Verrentung; beide Varianten sollten anhand der konkreten Vertragswerte verglichen werden.
Wie kann ich eine Nettopolizze kündigen?
Gesetzlich kannst du eine Lebensversicherung jederzeit zum Ende der laufenden Versicherungsperiode kündigen, beim Sparplan ebenso wie beim Einmalerlag. Wie lang diese Periode ist, hängt davon ab, für welchen Zeitraum die Prämie bemessen ist: Bei jährlicher Zahlweise und beim Einmalerlag endet sie ein Jahr nach Vertragsbeginn, bei monatlicher Zahlweise entsprechend früher. Die konkreten Fristen stehen in den Versicherungsbedingungen deines Tarifs. Ausgezahlt wird jeweils der vertraglich vorgesehene Rückkaufswert. Bei einem Einmalerlag kann ein Rückkauf (Kündigung) innerhalb der steuerlichen Fristen zusätzliche Versicherungssteuer auslösen. In den ersten 30 Tagen nach Abschluss musst du gar nicht kündigen: Du kannst ohne Angabe von Gründen vom Vertrag zurücktreten, dann bekommst du deine Zahlungen zurück.
Was kostet mich nettopolizze.at?
Du zahlst eine einmalige Servicepauschale: 299 € im DIY-Paket, 399 € im Plus-Paket und 599 € im Pro-Paket. Bei nettopolizze.at fallen danach keine laufenden Servicegebühren oder aus deiner Versicherungsprämie finanzierten Provisionen an. Zusätzlich bestehen die transparent ausgewiesenen Versicherungs-, Risiko- und Fondskosten des gewählten Tarifs. Alle Leistungen im Detail findest du auf der Preise-Seite.
Wie verdient nettopolizze.at Geld, wenn keine Provisionen fließen?
Unsere Leistung wird über die einmalige Servicepauschale aus unseren 3 Servicepaketen bezahlt. Aus deiner Versicherungsprämie fließen keine Abschluss- oder Bestandsprovisionen an nettopolizze.at. Dadurch können wir die passenden Tarife nach dem berechneten Endkapital ordnen.
Wie läuft der Abschluss ab und wie lange dauert er?
Der Abschluss erfolgt digital: Du wählst im Vergleich den Tarif, legst dein Konto an und konfigurierst die Polizze. Das dauert üblicherweise rund zehn Minuten. Danach prüfst du Angebot, Basisinformationsblatt, Kosten- und Versicherungsinformationen in Ruhe und unterzeichnest elektronisch mit ID Austria. Anschließend prüft der Versicherer den Antrag und stellt bei Annahme die Polizze aus.
Kann ich es mir nach dem Kauf anders überlegen?
Ja. Bis zu deiner Unterschrift auf dem Versicherungsantrag gilt unsere Geld-zurück-Garantie, längstens 30 Tage ab Kauf: Der Abschluss-Anteil von 299 € (beim DIY-Paket die gesamte Servicepauschale) wird in voller Höhe erstattet. Mit deiner Unterschrift ist unsere Leistung vollständig erbracht und dein Antrag verbindlich; danach bleibt dir dein eigenes Rücktrittsrecht vom Versicherungsvertrag gegenüber dem Versicherer (30 Tage, § 5c VersVG), die Servicepauschale wird dann nicht mehr erstattet. Bei Plus und Pro bleibt das Entgelt für die erbrachte Beratung (100 € bzw. 300 €) in jedem Fall fällig.
Mit welchen Beträgen kann ich starten?
Du kannst mit einem Sparplan ab 50 € pro Monat, einem Einmal-Investment ab 10.000 € oder einer Kombination aus 50 € monatlich und einem Startbetrag ab 500 € beginnen. Spätere Änderungen richten sich nach dem gewählten Tarif. Bei einem reinen Sparplan sind zusätzlich die steuerlichen Regeln für Prämienänderungen in den ersten drei Jahren zu beachten.
Kann ich ohne Wohnsitz in Österreich eine Nettopolizze abschließen?
Über nettopolizze.at können derzeit nur Personen mit Wohnsitz in Österreich abschließen. Zusätzlich muss der Antrag den Annahmerichtlinien des jeweiligen Versicherers entsprechen. Die steuerliche Behandlung richtet sich davon getrennt nach der persönlichen Steueransässigkeit.
Bekomme ich eine persönliche Beratung?
Ja, wenn du sie möchtest. In den Paketen Plus und Pro ist eine persönliche Beratung im vereinbarten Umfang enthalten, von der Analyse bis zur Vertragsgestaltung. Die konkreten Leistungen der drei Varianten findest du auf der Preise-Seite.
Wie verwalte ich meine Polizze nach dem Abschluss?
Je nach Versicherer verwaltest du deine Polizze in der nettopolizze.at-App oder im Portal des Versicherers. Stellt uns die jeweilige Versicherung einen Datenaustausch zur Verfügung, siehst du in der App Vertragswert, Fondsgewichtung und Zahlungen. Änderungen wie Sparratenanpassung, Zuzahlung, Fondswechsel oder Entnahme kannst du digital beauftragen und mit ID Austria bestätigen.
Ist die Benutzung der nettopolizze.at-App kostenlos?
Ja, die Nutzung der App ist kostenlos. Für die App fallen keine laufenden Gebühren an. Unser Anspruch: Österreichs effizienteste Steuerhülle so einfach und unkompliziert zu gestalten wie ein moderner Online-Broker.
Was kann ich in der App machen?
In der App schließt du deine Polizze digital ab und verwaltest sie danach an einem Ort: Du verfolgst den Status deines Antrags und siehst Vertragswert, Wertentwicklung, Fondsgewichtung und Zahlungen im Überblick. Änderungen beauftragst du direkt digital – vom Sparplan über Zuzahlungen und Entnahmen bis zum ETF-Wechsel, außerdem Bankverbindung, Adresse, Bezugsrechte oder steuerliche Ansässigkeit. Auch mehrere Nettopolizzen kannst du parallel verwalten. Der verfügbare Funktionsumfang richtet sich nach den Möglichkeiten des jeweiligen Versicherers.
Kann ich eine Polizze integrieren, die ich nicht bei nettopolizze.at abgeschlossen habe?
Ja, sofern deine Polizze bei einem Versicherer besteht, mit dem wir ein Agenturverhältnis haben. Erstelle dazu einfach einen Account: Alle weiteren Informationen findest du direkt im Dashboard. Damit wir deinen Vertrag betreuen und die Vertragsdaten vom Versicherer erhalten können, ist ein Betreuerwechsel zu nettopolizze.at nötig. Danach siehst du deine bestehende Polizze mit allen Werten in der App.
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